Druckansicht Eine strategische und vielfältige Region
Die US-Ostküstenregion bietet durch ihren Wohlstand und ihre hohe Bevölkerungsdichte viele Vorteile. Sie ist die führende strategische Region des Landes und beherbergt mehrere Städte von großer nationaler und internationaler Bedeutung. Die Ostküste gilt als die wohlhabendste Region der USA. Hier konzentrieren sich 41 der (gemessen am Pro-Kopf-Einkommen) 100 reichsten Verwaltungsbezirke des Landes.
Außerordentlich groß ist auch die Bevölkerungsdichte:
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Hier leben auf nur 3% der Fläche der USA rund 55 Millionen Einwohner (Schätzungen für 2006), das sind 18% der gesamten US-Bevölkerung oder 0,8% der Weltbevölkerung.
- Hier befinden sich fünf der weltweit größten Städte (New York, Boston, Philadelphia, Baltimore und Washington).
Ein weiterer Vorteil ist das Verkehrsnetz (Straße, Schiene und Luft), das die verschiedenen Städte miteinander verbindet. Die Acela Express Line, eine Schnellzugstrecke, durchquert die gesamte Region. Dazu kommt die 3.000 Kilometer lange Autobahn Interstate 95 (I-95), die von Miami in den Norden von Maine durch 15 Bundesstaaten und die größten BosWash-Städte verläuft.
Boston: Innovation und schnelles Wachstum
Boston ist mit 600.000 Einwohnern die größte Stadt in Massachusetts und das wirtschaftliche Zentrum von Neuengland. Traditionelle Wirtschaftszweige wie Hafenservices und Textilien wurden durch High-Tech-Branchen verdrängt (u. a. Forschung, IT, Biotechnologie). Damit ist Boston nach dem kalifornischen Silicon Valley das zweitgrößte Technologie-Zentrum der USA. Hier befinden sich nicht nur die Entwicklungsabteilungen von über 1.000 Software- und IT-Unternehmen, sondern auch zahlreiche ausländische Biotech-Laboratorien.
Andere dynamische Sektoren sind die Finanzbranche (über 150.000 Menschen arbeiten in Banken und Versicherungen), das Gesundheitswesen (mit weltbekannten Kliniken), der Bildungsbereich (MIT und Harvard sind Zentren der Spitzenforschung). Erstaunlicherweise kommt die Hälfte aller amerikanischen Nobelpreisträger von Universitäten im Raum Boston!
Der Bostoner Hafen liegt mit 15 Millionen Tonnen Güterumschlag weit hinter New York (73 Millionen Tonnen). Der Flughafen verzeichnete 2007 ein Aufkommen von 28.102.455 Passagieren. Er belegt nach einer Umfrage des Airports Council International unter den 50 wichtigsten Flughäfen den 19. Platz beim Passagieraufkommen und Platz 16 bei den Flugbewegungen.
New York City: weltgrößte Finanzdrehscheibe
Die auch als „Big Apple“ bezeichnete Metropole ist nicht nur die wachstumsstärkste Stadt der Vereinigten Staaten, sondern auch die größte mit einer Fläche von 1.214 km2 und 8,2 Millionen Einwohnern (25 Millionen in der Metropolregion New York, der flächenmäßig größten des Landes). Das BIP ist nach Tokio das zweithöchste der Welt. Vor allem ist New York City aber zusammen mit London der weltweit führende Finanzplatz und ein wichtiges Entscheidungszentrum mit den Hauptquartieren vieler internationaler Organisationen. Entsprechend hat die Stadt eine der höchsten Konzentrationen wirtschaftlicher und politischer Macht auf dem Planeten, wobei sich die Anzahl der Firmenhauptquartiere in den 90er Jahren fast verdoppelte.
Die wichtigsten Wirtschaftsbereiche sind Einzelhandel (300.000 Beschäftigte), Tourismus (300.000 Beschäftigte) sowie Finanzinstitute und Versicherungen (350.000 Beschäftigte und wertmäßig 15% der gesamten Produktion). Die Stadt beherbergt über 200 internationale Banken, fünf der zehn größten US-Versicherungsgesellschaften und sechs der zehn größten Investment-Banken. New York City ist eine Kernregion für Hightech und Forschung: Hier befinden sich 11 weltbekannte Forschungszentren, 72 Kliniken, über 100 Universitäten und die Hauptquartiere von sechs der weltgrößten Pharmakonzerne.
Mit ihren drei Flughäfen und jährlich über 100 Millionen Passagieren ist die Region auch das größte Flugverkehrszentrum. Von hier gehen täglich 12 Flüge nach Hongkong und fünf nach Peking, einem der wichtigsten US-Handelspartner.
Philadelphia: Schwerindustrie und Hightech
Philadelphia im US-Staat Pennsylvania liegt zwischen New York und Washington D.C. Sie ist die sechstgrößte Stadt des Landes (350 km2 – die dreifache Fläche von Paris) und hat 1,4 Millionen Einwohner (6,3 Millionen im Großraum). Philadelphia besitzt mehr Industrie als die übrige Region – 8% der Beschäftigten arbeiten im industriellen Sektor: Metallgewinnung, Textilien, Büroausrüstung, Kommunikation und IT. Viele Raffinerien und petrochemische Unternehmen drängen sich um den Hafen. Allerdings sind die wachstumsstärksten Sektoren jetzt die Bereiche Medien, Telekommunikation, Bankwesen, Gesundheit (Kliniken und Biotechnologie), Nanotechnologie und Transport (Straße, Schiene und Luft). Die Stadt ist nach wie vor ein wichtiges Entscheidungszentrum sowie ein bedeutender US-Finanzplatz mit der Philadelphia Stock Exchange (der ältesten Börse des Landes). Sie besitzt zwei Flughäfen.
Washington D.C.: ein Entscheidungszentrum ohne Wolkenkratzer
Die US-Bundeshauptstadt hat auf einer Fläche von 177 km2 nur 570.000 Einwohner. Im Gegensatz zu allen anderen bedeutenden US-Städten gibt es in Washington D.C. keine Bezirke mit Hochhäusern, da ein 1899 erlassenes Gesetz keine Neubauten zulässt, die das Capitol überragen. Bemerkenswert ist auch, dass die Bevölkerungsmehrheit afroamerikanische Einwohner (57% im Vergleich zu 13% im gesamten Land) sind.
Wirtschaftlich war Washington lange Zeit durch den Regierungsapparat geprägt (bis zu 50%). Die Stadt hat sich aber allmählich diversifiziert, insbesondere in die Segmente Rüstung, IT und Gesundheitswesen. Zunehmend siedeln sich Firmen an, um eine größere Nähe zu politischen Entscheidungsträgern zu haben und aktive Lobbyarbeit zu betreiben. Die Stadt besitzt drei Flughäfen.
Quellen:
United States Census Bureau
Bureau of economic analysis (BEA)
Fedstats
Bureau of transportation statistics
www.cityofboston.gov
www.dc.gov
www.nyc.gov
www.phila.gov

